Private Altersvorsorge – Die 5 größten Fehler

Altersvorsorge Neues Tipps

Heute setze ich die Reihe „Die 5 größten Fehler“ fort. Thema: Private Altersvorsorge. Sei gespannt. Ich hoffe, Du findest interessante Ansätze für Dich.

Lass uns direkt loslegen.

Fehler 1: Du nutzt keinen Versicherer

Versicherungen sind doch böse und blöd und zocken einen nur ab!

So lautet ein gängiges Vorurteil. Wenn Du Dir alles genauer anschaust, stimmt das nicht. Aber darum geht’s hier und heute ja nicht. Warum Altersvorsorge über eine Versicherung? Ich kann doch auch super mit ETFs Vermögen aufbauen und ansparen?
Ja, das ist richtig. Vermögen kannst Du in der Tat so aufbauen. Aber keine Altersvorsorge.
Warum? Ganz einfach: ein Versicherer versichert Dir das sogenannte Langlebigkeitsrisiko.

Häh? Ok. Von vorne.

Du sparst eine Summe an. Bis zu dem Tag, an dem Du in Rente gehst. Dann kommt das Geld zur Auszahlung. So weit so gut.

Beim ETF, Depot, etc. kriegst Du Dein Geld auf einmal. Oder Du vereinbarst einen Auszahlplan. Damit hast Du sowas wie eine Rente. Aber eben „nur sowas wie eine Rente“.

Gibst Du das Geld einem Versicherer, erhältst Du eine lebenslange Rente. Die kann nicht sinken. Die bleibt wie sie ist. Und du weißt vor der ersten Auszahlung an, wie hoch sie sein wird. DAS kann dir nur ein Versicherer bieten.

Private Altersvorsorge gehört in die Hände eines Versicherers.

Womit wir zu Punkt 2 kommen.

Fehler 2: Du wählst den falschen Versicherer für die private Altersvorsorge

Jetzt wird’s aber kompliziert. Erst einen Versicherer. Dann jetzt den falschen. Was denn noch?

Private Altersvorsorge gehört in die Hände des richtigen Versicherers. Keine Sorge, davon gibt’s mehr als nur einen. Aber warum kann da denn ein falscher Versicherer ausgewählt werden? Das erkläre ich Dir gern.

Versicherer werden nach ihrer Finanzkraft bewertet. Und da gibt es (auch namhafte) Versicherer, die richtig Probleme haben. Das liegt zum Großteil an der Niedrigzinsphase. Aber nicht nur.

Als Stichworte werfe ich mal Solvency II und Eigenkapitalquote in den Raum.

Hier die Erklärung zu Solvency II: Säule III: Berichtspflichten unter Solvency II (gdv.de)

Hier ein Ranking der Versicherer. Assekurata_PM_09_04_2021_Solvenzquoten_Lebensversicherer_2020.pdf

Allerdings gibt es noch mehr Auswahlkritierien für die private Altersvorsorge.

Der garantierte Rentenfaktor

Der besagt, wieviel Rente du pro x Euro Fondsguthaben bekommst.
Wie Fondsguthaben? Ja, Fondsguthaben. Festverzinsliche Rentenversicherungen bringen gar nix mehr. Wenn eine Rentenversicherung, dann fondsgebunden.

Auch wichtig: Dein Anbieter sollte keine Treuhänderklausel haben. Was heißt das schon wieder?
Die Treuhänderklausel besagt, dass der Rentenfaktor durch einen Treuhänder gesenkt werden kann.

Besprich das auch mit Deinem Berater. Der weiß, welche Anbieter diese Klausel haben und welche sie nicht haben. (Sollte er zumindest).

Wenn er das nicht weiß, ist es vielleicht Zeit für einen neuen Berater. Einse weiß ich auf jeden Fall: Du kannst mich gern diesbezüglich kontaktieren!

Fehler 3: Du betreibst private Altersvorsorge, aber mit den falschen Produkten!

Private Altersvorsorge kann man auf mehrere Arten betreiben. Gefördert, ungefördert, Fondsgebunden, festverzinslich, Lebensversicherungen, uvm.

Viele nutzen immer noch die klassischen Lebens- und Rentenversicherungen wie früher für die private Altersvorsorge.

Tu das nicht. Warum nicht fragst Du Dich?

Bei Lebensversicherungen zum Beispiel geht ein zu großer Anteil Deines Beitrages für den Todesfallschutz drauf, der in der Regel auch viel zu niedrig ist. (Vergleiche dazu den Artikel Lebensversicherung).

Die klassische Rentenversicherung verzinst sich viel zu schlecht. Nutze stattdessen die fondsgebundene Variante. Dein Berater erklärt Dir, warum das sinnvoll ist.

Und warum nutzt Du keine geförderte Altersvorsorge? Sei es über Zulagen, Steuerrückerstattung oder andere Anreize. Wenn Du den Links folgst, kannst Du was zu den Themen nachlesen.

Nutze geförderte Produkte. Auch wenn vielleicht viele sagen, dass die nicht gut sind. Haben die eine Ausbildung in dem Bereich? Hörst Du auch beim Thema Gesundheit oder Steuern auf die „Experten“? Oder nimmst Du Dir doch einen Profi?

Merk dir bitte folgenden Satz: „Wenn Du die Beratung durch einen Profi teuer findest, möchtest Du nicht wissen, was die durch einen Amateur wirklich kostet.“

Einen allgemeinen Artikel zum Thema Altersvorsorge findest Du hier.

Fehler 4: Du denkst, mit 50 € im Monat kannst Du Deine Rentenlücke schließen.

Viele Menschen denken wirklich, dass sie mit 50 oder 100 Euro im Monat ihre Rentenlücke schließen können.

Das funktioniert vielleicht dann, wenn du direkt als Berufseinsteiger damit anfängst. Oder noch besser:

Wenn Deine Eltern schon mit dem sparen anfingen, als du selbst noch Kind warst.

Ansonsten ist das leider nicht möglich. Das kannst Du Dir relativ einfach ausrechnen.

Wenn du mit 30 Jahren anfängst 100 € monatlich zu sparen, dann sparst Du selbst in etwa 45.000 €.

Mit einer schönen Rendite kommen wir da auf insgesamt etwa 100.000 €.

Gehen wir von einem durchschnittlichen Rentenfaktor von 25 € Rente pro 10.000 € Fondsguthaben aus. Das wäre schon ein echter guter Faktor. Dann hättest Du eine monatliche Rente von ca. 250 €. Lebenslang.

Nicht schlecht. Aber reicht das, die Lücke zu schließen? Wie groß die Lücke ist, erfährst Du am besten im Gespräch mit Deinem Berater über das Thema private Altersvorsorge.

Aber Spoileralarm: Sie wird viel größer als 250 € sein.

Fehler Nr. 5 und der wirklich allergrößte Fehler, den Du machen kannst: Du betreibst gar keine private Altersvorsorge!

Wäh, das bringt doch eh nix. Wäh, ich will aber konsumieren. Wäh, ich lebe jetzt.

Ja, du lebst jetzt. Aber wenn Du Pech hast, wirst du doch alt und hast irgendwann die Wahl zwischen Miete zahlen und Lebensmitteln kaufen.

Du hast die Wahl zwischen jetzt freiwillig auf etwas zu verzichten oder späterhin auf vieles verzichten zu müssen, weil Du es Dir nicht leisten kannst!

Zum Rentenniveau habe ich in diversen anderen Artikeln etwas gesagt. Soviel sei aber nochmal erwähnt:

Angenommen Du verdienst Dein Leben lang soviel, wie der Durchschnittsverdienst in Deutschland ist (aktuell sind das knapp 3.500 € brutto).

Dann hast du ca. 1.000 € monatliche Rente.

Wenn Du denkst, das reicht Dir – bitte. Aber dann nicht jammern. Denn es wird Dir nicht reichen, gerade, wenn Du ein anderes Einkommensniveau gewöhnt bist.

Also. Sprich mit Deinem Berater. Und denk an die anderen 4 Fehler.

Pass auf Dich auf und bleib gesund!

Alles Liebe!

Dein

Alexander Brünisholz

FAIRmögensberater mit Herz und Verstand

Schulacker 8

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